Unter dem Titel „Politischer Frühschoppen“ wurde am 31. Januar 1999 das erste politische Matinee veranstaltet. Anlass war damals die Landtagswahlen in Hessen. Aus dem „Politischen Frühschoppen“ wurde inzwischen die „politische Veranstaltungen/Matinee“ die jetzt seit vielen Jahren Tradition bei den Frankfurter NaturFreunden hat. Es gibt Referate und Diskussionen zu politischen und gesellschaftlich relevanten Themen mit fachkompetenten Referent*innen und Gästen, Zeitzeugengespräche, Vorstellungen von NaturFreund*innen die bei Parlamentswahlen kandidieren, Lesungen…
Aktuelles:
Antje Leetz erzählt von ihrer „schmerzlichen Liebe zu Russland“ im Club Voltaire am 9. Oktober
Göpferts Gäste – Claus-Jürgen Göpfert im Gespräch mit Antje und Michael Leetz
Veranstaltung des Club Voltaire mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hessen, mit Unterstützung der Naturfreunde Frankfurt a. M. und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) Frankfurt a.M.
Antje Leetz kennt Russland und liebt Russland. „Liebe zu anderen Ländern kann weh tun, wegen der Leidenschaft, aber auch wegen der Enttäuschungen. (…) Wer heute von Russland spricht, tut dies mit Verzweiflung über den Krieg. Wer – trotz allem – von Tolstoi, Bulgakow, Granin, Kollontai, Gorki und langen privaten Freundschaften [zu Russ:innen] erzählen will, erntet häufig Empörung.“ So heißt es in einer Rezension. Von solcher Empörung lässt Antje Leetz sich nicht beirren. Sie macht einen Unterschied zwischen der Bevölkerung und der Staatsmacht der Russischen Föderation.
Sie berichtet von „jahrzehntelangen Freundschaften und herzlichen Gespräche am Küchentisch“ in russischen Millionenstädten oder in der Provinz. Antje Leetz stellt ihr Buch vor: Der schwarze Stein aus Tschechows Garten: Meine schmerzliche Liebe zu Russland.
Moderation: Claus-Jürgen Göpfert (Journalist)
Gesprächspartner*in:
Antje Leetz ist 1947 als Enkelin der Widerstandskämpferin Johanna Kirchner (1889–1944) in Frankfurt a.M. geboren worden und hat den größten Teil ihres Lebens in (Ost-) Berlin verbracht und gearbeitet.
Michael Leetz (Jg. 1972) ist der Sohn von Antje Leetz und Ralf Schröder (1927–2001).
Termin: Freitag, den 9. Oktober, 19.00 Uhr
Ort: Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5
Im Rahmen der Bildungsfahrt von AKuBiZ e.V. in Kooperation mit den NaturFreunden Frankfurt (siehe Startseite) finden die zwei nachfolgenden polititsche Veranstaltungen statt an der auch externe Teilnehmer*innen teilnehmen können. Das Platzangebot ist für externe Teilnehmer*innen begrenzt.
Besuch und Führung der Gedenkstätte für das KZ-Zwangsarbeiterinnenlager Mörfelden-Walldorf am 14.10.2026
1972 machten drei Jugendliche aus Walldorf im Alter von 15 bis 23 Jahren eine Studienfahrt ins KZ Buchenwald. Dort entdecken sie auf einer Übersichtskarte, dass es in ihrem Heimatort ein KZ-Außenlager gab. Wieder zu Hause, begannen sie nachzufragen und nachzuforschen – zum Teil mit Unterstützung und zum Teil gegen Widerstände der Ortsbevölkerung. . Dass die Überreste des Lagers entdeckt wurden, dieses düstere Zeitzeugnis nicht vergessen wurde und heute ein Gedenkort ist, ist dem Engegagement der jungen Menschen zu verdanken.
Das Zwangsarbeiterinnenlager wurde im Jahr 1944 als Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof errichtet. 1.700 ungarische Jüdinnen wurden aus Auschwitz überstell und mussten auf dem nahegelegenen Flugplatz eine Rollbahn errichten. Viele der teils jungen Frauen erkrankten, mindestens 60 starben. Bereits im November 1944 wurde das Lager wieder aufgelöst und die Frauen ins KZ-Ravensbrück transportiert. Dies haben nur etwa 330 Frauen überlebt.
Termin: Mittwoch, den 14.10.26
Start der Führung an der Gedenkstätte: 11.30 Uhr
Führung: Frau Battistella (Museumleiterin der Stadt Mörfelden Walldorf, Mitglied bei der Margit-Horvath-Stiftung)
Adresse: Familie-Jürges-Weg 1, 64546 Mörfelden-Walldorf
Anfahrt: individuell mit dem Auto oder mit dem Öffentlichen Nahverkehr (S 7 ab Hbf Richtung Riedstadt-Goddelau bis Bhf Walldorf, von dort ca. 2 km Fußweg)
Für die Führung bitten wir um Spenden zur Unterstützung der Erinnerungs- und Bildungsarbeit der Margit-Horváth – Stiftung.
Die Margit-Horvath-Stiftung entstand, um in Erinnerung an das Leid der KZ-Häftlinge das Engagement von jungen Menschen für Menschenwürde, Menschenrechte und Zivilcourage zu fördern. Margit Horvath, die Namensgeberin war eine der Überlebenden des KZs.
Weitere Infos: https://www.margit-horvath.de/wer-wir-sind/
Anmeldung: Edith Itta, edith.itta@naturfreunde-ffm.de
Die Adlerwerke - Der Kampf um die Entstehung einer Gedenkstätte – Gespräch mit Lothar Reininger am 15. Oktober
Lothar Reininger hat in den 1980er Jahren als Arbeiter und späterer Betriebsratsvorsitzender in den Adlerwerken die Geschichte des KZ Adlerwerke wieder entdeckt und die Erinnerung an dieses düstere Kapitel wachgehalten. Es hat viele Jahre gedauert, bis eine Erinnerungsstätte entstanden ist. Lothar wird über den Kampf für eine Gedenkstätte an das KZ Katzbach informieren; wir werden miteinander ins Gespräch kommen.
Termin: Donnerstag, den 15. Oktober, 16.30 Uhr
Ort: NaturFreundehaus Herxheimerstaße 6 (Gallus)
Gesprächspartner: Lothar Reininger, Verein "Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim e.V." (LAGG)
Rückblicke:
Politische Matinee am Sonntag, den 1. März
Quo vadis Soldat? mit Michael Müller (Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschland)
Bericht siehe Mitgliederheft 4-6/2026, S. 12-14
Politische Matinee am Sonntag, den 09. November 2025
Krieg und Rüstung
Ein Brandbeschleuniger in die Klimakatastrophe
Bericht siehe Mitgliederheft 1-3/2026, S. 9 - 10
Die Mitgliedshefte findet ihr unter:
https://www.naturfreunde-ffm.de/vierteljahresheft-naturfreunde-frankfurt
