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NaturFreunde Frankfurt
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Frankfurter Rundschau: Frankfurter Naturfreunden brechen die Kontakte weg

Die nachfolgende Presseerklärung wurde, wie schon die unten genannten Anträge("Neues aus dem Vorstand"), an die Frankfurter Presse geschickt, mit der Bitte um Veröffentlichung.
Der unter der Presseerklärung aufgeführte link führt zu dem am 28. April 2020 veröffentlichten Artikel in der FR.
Berg frei und bleibt gesund!
Der Frankfurter Vorstand

 

Presseerklärung

Verbandsarbeit in Corona-Zeiten

Die NaturFreunde Frankfurt sind Mitglied eines bundesweiten, ja weltweiten Verbandes, der sich um Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur kümmert, wie auch sein Namen sagt.

Diese Arbeit ist in der aktuellen Situationen extrem erschwert, wenn nicht ganz unmöglich gemacht. Die Verantwortlichen konferieren zwar digital, planen für diverse Ausstiegsszenarien, aber was für uns und unsere Mitglieder besonders wichtig ist, der direkte, persönliche Kontakt, das ist zur Zeit nicht realisierbar. Unsere bundesweit zirka 400 NaturFreundehäuser, allein Frankfurt betreibt drei davon, sind auf nicht absehbare Zeit geschlossen.

Unsere diesjährige Mitgliederversammlung musste abgesagt werden. So sahen wir uns gezwungen, aktuelle Anträge zum U-Bahnausbau und Frankfurt als „Sicherer Hafen“ nach einem Vorstandsbeschluss direkt an die entsprechenden Stellen zu verschicken.

Normalerweise bieten wir Kinder- und Jugendarbeit an, auch während der Ferien. Wir sind stark in der Arbeit in Schulprojekten und Ferienfreizeiten. Wir bieten Fahrten und Wanderungen für viele Altersklassen an. Radtouren und gemeinsames Joggen oder Walken sind ebenfalls in unserem Angebot. Aber auch kulturelle Veranstaltungen zum Singen, Trommeln, Vorträge, Lesungen und politische Diskussionen gehören zu unserem Programm.

Mit einem Wort: Das intensive, soziale Miteinander im Geist von gegenseitiger Verantwortung, Verantwortung für die Gesellschaft, bleibt auf der Strecke. Die wichtigen Kontakte zu den Kindern und Jugendlichen brechen weg und werden nach der Krise sicher nur sehr mühsam wieder aufgebaut werden können. Und auch der Kontakt zu den älteren Mitgliedern ist extrem schwierig, denn was nützt aller digitale Austausch, wenn viele Ältere gar keine Möglichkeit dazu haben?

Auch unsere politischen Aussagen, das Einsetzen für Antirassismus, für einen offensiven Klimaschutz, für eine bessere Flüchtlingspolitik und eine gerechtere Gesellschaft können zur Zeit nur über Petitionen und ähnliche Mittel weiter verbreitet werden.

Bislang haben die NaturFreunde für all diese Ausfälle keine Entschädigungen erhalten. Trotzdem bleibt natürlich der Erhalt unserer Häuser, die regelmäßige Pflege der Gelände eine Verpflichtung, die nicht erlischt. Mit unserer fast ausschließlich ehrenamtlichen Arbeit haben wir bislang einen wesentlichen Beitrag auf den Gebieten der Kinder-und Jugendpflege und der Bildungsarbeit geleistet. Die kulturelle und politische Bildung, sowie das soziale Miteinander sind auch für die Erwachsenen, ob jünger oder älter, ein wichtiger Aspekt ihrer Mitgliedschaft bei den NaturFreunden. Wer erkennt das an und unterstützt uns?

Wir hoffen sehr, dass Erleichterungen in der Kontaktsperre es uns bald wieder ermöglichen werden, wenigstens in kleinen Gesprächsrunden im Freien Kontaktpflege und Gedankenaustausch zu betreiben. Gerade unsere beiden Häuser im Grünen, das Haus in Niederrad am Poloplatz und die Brombacher Hütte im Taunus, bieten sich dafür an in diesen schönen Frühlingstagen.