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NaturFreunde Frankfurt
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Neues aus dem Vorstand

Liebe Mitglieder und Interessierte,

die aktuelle Situation hat ja zunächst vieles im Vereinsleben lahmgelegt. Doch inzwischen läuft auch die Vorstandsarbeit wieder auf (Hoch-)touren. Wir konferieren per Video- oder Telefonkonferenz. Der Mailverkehr ist auch „systemrelevant“. Die Aktion zur Verteilung des griechischen Olivenöls hat stattgefunden und wir überlegen schon, wie der Kontakt zu den Mitgliedern auch persönlich nach weiteren Lockerungen aussehen könnte.

Leider musste auch unsere diesjährige Mitgliederversammlung ausfallen und auf noch nicht absehbare Zeit verschoben werden. Wenn es da Neues gibt, melden wir uns.

Da wir auf der Mitgliederversammlung zwei Anträge, die aktuelle Situationen in Frankfurt betreffend, mit euch besprechen und absegnen lassen wollten, haben wir diese, aufgrund der Aktualität im Vorstand beschlossen zu veröffentlichen und an die entsprechenden Stellen zu versenden.

Den Antrag zum Widerstand gegen die Untertunnelung des Grüneburgparks hat Gisela Becker weitergereicht.

Den Antrag zu Frankfurt als „Sicherer Hafen“ für Flüchtlinge hat Claudia Lenius an die entsprechenden Fraktionen und den OB Feldmann verschickt.

Leider haben trotz Information die Frankfurter Zeitungen dazu keinerlei Stellung bezogen.

Inzwischen hatte auch Heidi Ziehaus eine Petition initiiert, die sich für die Unterbringung der Flüchtlinge in den griechischen Lagern auf Kreuzfahrtschiffen ausspricht. Ich denke, es werden viele von euch unterschrieben haben.

Hier noch einmal der link dazu für die, die noch unterzeichnen wollen:

weact.campact.de/petitions/kreuzfahrtschiffe-fur-gefluchtete-der-uberfullten-lager-

griechenlands?share=e726476e-7411-4234-a040-dd9bf44cd67d&source=email-share-

button&utm_medium=recommendation&utm_source=email

 

Antrag für die MV der Naturfreunde Frankfurt am 15.3.2020

Keine Zerstörung des Gartenreichs von Grüneburgpark und Palmengarten mit Botanischem Garten durch einen geplanten U-Bahn-Tunnel der D-Linie (U4)

  1. Die Naturfreunde Frankfurt setzen sich dafür ein, daß der geplante Lückenschluß der D-Linie (U4) von Ginnheim zur Bockenheimer Warte nicht mit einem Tunnel durch das Gartenreich von Grüneburgpark, Palmengarten mit Botanischem Garten geführt wird.
  1. Für die Varianten des Lückenschlusses fordern wir eine Umweltträglichkeitsprüfung.
  1. Die Naturfreunde Frankfurt sprechen sich darüber hinaus dafür aus, daß in einem neuen Gesamtverkehrsplan, der den Klimawandel zur Grundlage macht (der GVP von 2005 ist veraltet), die umweltfreundlichen, zukunftsorientierten Mobilitätsarten auf Basis von Fuß-und Radverkehr und öffentlichem Nahverkehr vor dem Autoverkehr Priorität bekommen. Der Lückenschluß der D-Linie wird so in eine neue GVP-Planung eingebettet sein. Im Prozeß der GVP-Planung mit Bürgerbeteiligung können sich neue zukunftsfähige Mobilitätskonzepte mit neuen Straßenbahnlinien sowie der Stärkung des Fuß- und Radverkehrs ergeben. Motto: „Der GVP wird auf die Füße gestellt.“

Begründung:

Die Naturfreunde setzen sich für Umwelt- und Landschaftsschutz und die Erhaltung von Naturressourcen ein, wie sie das sehr bedeutsame, innerstädtische, einmalige Gartenreich von Palmengarten, Botanischem Garten und Grüneburgpark darstellt. Der „grünen Lunge“ im Westend mit wichtigem abkühlendem Effekt darf in der überhitzten Stadt Frankfurt mit gesundheitsschädlichen Sommertemperaturen (mittlerweile bis und über 40 Grad Celsius) keinerlei Schaden zugefügt werden.

Jegliche Schäden sind vom Landschaftsschutzgebiet Grüneburgpark und von den Siesmayer‘schen denkmalgeschützten Anlagen des Grüneburgparks und Palmengartens fernzuhalten. Insbesondere die sensiblen Grundwasserströme, der Wasserhaushalt, die Quellen, die Bäume und das gesamte Gartenreich würden von einem Tunnel massiv geschädigt, was in Zeiten der bedrohlichen Klimaerwärmung unakzeptabel ist. In einem Landschaftsschutzgebiet sind Bauwerke ausgeschlossen.

Der Campus Westend ist an das öffentliche Verkehrsnetz gut angeschlossen und soll Verbesserungen erfahren, z.B. ist für die Station Holzhausenstraße der A-Linie ein Umbau sinnvoll.

Die vom Verkehrsdezernat in der Pressekonferenz am 5.12.2019 vorgestellte Plan-Variante 1a mit Haltestelle Botanischer Garten – Europa-Turm-Variante - scheint vertretbar zu sein, weil am umweltverträglichsten und das Gartenreich nicht schädigend, sagt Gisela Becker, Mitglied der Naturfreunde, die bei der PK anwesend war. Sie sprach sich deutlich gegen die Zerstörung des Gartenreichs durch einen Tunnel aus.

Auf Grund welcher Kriterien die Stadtverordnetenversammlung eine Auswahl auf drei bis vier der 10 vorgestellten Varianten treffen soll, ist unklar, solange keinerlei Umweltverträglichkeitsprüfung vorliegt. Auch die Nutzen-Kosten-Analyse bleibt abzuwarten, wobei sich die aufgeführten Millionensummen für einen Tunnelbau erfahrungsgemäß mindestens verdoppeln werden.

Gisela Becker

 

Antrag der NaturFreunde Frankfurt

Der Vorstand der Frankfurter NaturFreunde fordern die Stadt Frankfurt auf, sich ungeachtet der blockierenden Landes- und Bundespolitik als sichere Hafenstadt zu erklären und sich somit aktiv bereit zu erklären, mehr geflüchtete Menschen aufzunehmen.

 

Begründung:

Wir stehen gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Rechte haben, egal, woher sie kommen, wo sie bleiben und wohin sie gehen wollen.

Wenn wir diesen Grundgedanken leben, erkennen wir, dass wir in Europa, in Deutschland, in Hessen und eben auch in Frankfurt längst nicht an irgendwelche Kapazitätsgrenzen stoßen, sondern dass die Grenzen in den Köpfen der Menschen geöffnet werden müssen.

Wir wissen um die Fluchtursachen Krieg, Klimawandel und um soziale Schieflagen, die Menschen dazu bewegen, ihre Heimat zu verlassen.

Wir wissen um die unmenschlichen Lagerbedingungen insbesondere auf den griechischen Inseln. Wir stehen gegen die Aussetzung des Asylrechts.